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Hackett der kein Hacker ist. Oder es gibt noch echte Pfadfinder - auch im Schanzenviertel

Dieser Eintrag stammt von Dalila Am 5.3.2009 @ 07:24 In Schanze, Hamburg, Allgemein | Keine Kommentare

Ein Erlebnis der besonderen Art hatte ich diese Woche. Mittwoch mittag klingelt mein Mobiltelefon und eine schwer zu verstehende Stimme fragt mich, ob ich einen USB-Stick verloren habe. Innerhalb einer zehntel Sekunde durchschossen mich die Fragen: Wer will das wissen? Was für eine Art von Werbeanruf ist das jetzt? Woher hat er meine Nummer? Habe ich einen USB-Stich verloren? Soll ein einfach auflegen?

Meine Antwort war dann erstmal nur: Weiß nicht, kann sein. Wie sieht er denn aus? Vielleicht klein und blau oder einfach nur schwarz?

Der Anrufer hakte nach - ob ich schon mal in den USA gewesen sei - war ich. Ob ich bei der Citibank wäre - bin ich.

Jetzt wurde mir etwas mulmig - und mir fiel ein, dass ich am Dienstag abend etwas bepackt mit Tasche, Fahrradhelm noch im Rewe an der Altonaer Straße einkaufen war und einen USB-Stick in einem offenen Fach verstaut hatte - vielleicht doch verloren? Konnte ich gerade nicht nachprüfen, da Tasche zu Hause und ich in der Firma. Der Anrufer intervenierte und beschrieb ein Foto, das wir in New York gemacht haben. Danach war klar - das ist mein Stick und die Daten da drauf sind eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.

Wieder 1000 Gedanken in einer Millisekunde: Will er Lösegeld, Erpressung, gehört der Anrufer zu einer Mafia-Organisation, warum fragt er mich aus …?

Auf meine Frage, wie und wo ich den Stick abholen könne, wird mir ein Name genannt - ich vestehe nur “Hacker” und Ismastraße. Die Verbindung ist einfach nur schlecht - aber nach mehrmaligem Nachfragen verstehe ich doch Bismarckstr. 12. Ich hinterlasse bei meinen Kollegen die Adresse und die Telefonnummer - für den Fall der Fälle - schwinge mich ins Taxi und fahre zur Bismarckstraße. Zwischendurch noch eine SMS abgesandt um die richtige Adresse zu erfragen - und Erleichterung - der Name ist Hackett & Kaiser - Sanitärtechnik.

Bei der Abholung wurde mir zu Recht eine Standpauke gehalten, wie fahrlässig ich mit meinen Daten umginge. Ich bekenne mich schuldig und gelobe Besserung.

Was mich fasziniert - ich hätte nie gedacht, dass sich jemand die Mühe macht, den Besitzer eines USB-Sticks wieder ausfindig zu machen. Mr. Hackett wollte keine Belohnung, das einzige was ich tun kann - ein wenig die Werbetrommel für seine Firma zu rühren. Also - wer eine neue Sanitärinstallation oder ähnliches braucht:

Hackett & Kaiser in der Bismarckstr.12 - [1] www.hackett-kaiser.de


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