Nach Xaver kommt das Ultimatum für die Rote Flora im Schanzenviertel

Erinnert ihr euch? Letzte Woche gab es im Sekundentakt Meldungen zum Sturm Xaver, der zwar äußerst heftig, aber nicht ganz so horroartig war, wie einige Medien ihn schon beschrieben hatten, bevor er überhaupt irgendwo einen Baum gestürzt oder einen Meter Wasser bewegt hatte. Seit gestern gibt es - zumindest für das Hamburger Umfeld - eine neue Sensation. Die Rote Flora soll geräumt werden - ein Ultimatum wurde gesetzt. Die Medien sind sich noch nicht einig, ob Miete gefordert oder gleich richtig geräumt wird. Auf jeden Fall wird das Datum 20. Dezember genannt, das ausgerechnet einen Tag vor dem ausgerufenen "Recht auf Stadt kennt keine Grenzen" liegt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Man könnte meinen, Kretschmer ist doch mehr Unterstützer der Flora als Gegner, denn nur über die vermeintlichen "Gegenmaßnahmen" kommt die Flora so massiv in die Presse. Übrigens wäre er ein Zauberer, wenn er es schaffen würde, eine Räumungsklage in dieser kurzen Zeit sowohl zu gewinnen und auch noch die Räumung zu veranlassen. Ich glaube nicht, dass die Gerichte vor Weihnachten besondere Eile an den Tag legen werden. Ich wünsche für Hamburg und das Viertel, dass sich dieser "Horrorsturm" über der Schanze schon bald in ein laues Lüftchen verwandelt. Lasst die Anwohner sich an ihren brennenden Kerzen freuen und nicht ängstlich nach brennenden Häusern Ausschau halten. Einen Überblick zum Thema aus diversen Quellen findet ihr über Google News Rote Flora Als Einstieg empfehle ich den Artikel aus der FAZ Die Rote Flora und ihre merkwürdige Fauna der die Geschichte der Flora inklusive der Vorgeschichte von Kretschmer und Baer gut zusammenfasst.