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Als Rookie beim Dextro Energy Triathlon 2011 in Hamburg - viel zu schnell vorbei

Medaille mit ZeitenHeute war der Tag der Premieren.

Zum ersten Mal

  1. an einem Wettkampf teilgenommen
  2. in der Alster geschwommen,
  3. 500 Meter geschwommen um danach noch 22 Kilometer mit dem Fahrrad zu fahren
  4. und anschließend noch freiwillig 5 Kilometer zu laufen.

Was soll ich sagen? Es war großartig! Das Alsterwasser mit 18,2 Grad wohl temperiert, erfrischend am Morgen. Nach 60 Sekunden hat man sich daran gewöhnt und ist eher in Gefahr von den zappelnden Wettkampfkollegen ertränkt oder erschlagen zu werden, als zu erfrieren.  Meine lieben Kolleginnen und Kollegen, sorry - dass ich vorher so ein Gewese um das Alsterschwimmen gemacht habe. Werde dafür plädieren, die Alster als Freibad zu deklarieren.

Kommt man aus dem Wasser ist es ein ewig langer Weg zum Fahrrad. Gefreut habe ich mich über die aufmunternden Rufe der Zuschauer und der Supporter aus unserer Firma. Danke schön an alle die dort waren.

Fahrrad fahren

Schaue ich mir die Zeit im Nachhinein an, muss ich sagen, ich habe getrödelt. Vielleicht hätte ich weniger neidisch auf die an mir vorüberziehenden Rennmaschinen starren sollen, sondern selbst noch etwas mehr in die Pedale treten.  Da ich nicht einschätzen konnte, ob ich nach der Fahrstrecke überhaupt noch ein Bein vor das andere bekomme, war es ein wenig Sightseeing, die Elbchaussee ist aber auch toll zum Rad fahren, besonders ohne Autos und Ampeln.  Auch hier gab es Supporter an der Strecke, die nett anfeuerten.

Wechselzone

In der Wechselzone angekommen wäre ich gern etwas dynamischer an die Fahrradgarage gelaufen. Brauchte doch eine Weile, bis die Beine nicht mehr ganz so schwammig waren.

Laufen

Das Adrenalin und die Endorphine, die uns unser Trainer Alex versprochen hatte, muss ich schon auf dem Fahrrad verbraucht haben. Habe - nicht freiwillig - den Tipp beherzt, nicht zu schnell zu beginnen. Wäre gern etwas schneller geworden, und habe dann beschlossen, gemütlich vor mich hin zu joggen. Immer kurz vor der Seitenstichgrenze. Mit dieser Methode bin ich an einigen sehr athletisch ausssehenden Läufern vorbeigekommen, die sich ihre Krämpfe aus den Beinen dehnten.

Anfängerfehler

Beim ersten 2 KM Schild dachte ich, ich müsste nur noch 2 KM laufen- dieser fromme Wunsch war beim 3 KM Schild obsolet, beim 4 KM Schild hatte ich keine Lust mehr - da kam der Ruf aus der Menge - “ist nicht mehr weit” - da mobilisierte ich auf den letzten Metern auf dem blauen Teppich irgendeine Energieecke und lief ins Ziel, als wäre es ein Klacks.

Erfrischung danach

Das alkoholfreie Bier des Sponsors schmeckte großartig, wir haben als Team noch auf die letzten gewartet und uns gefreut, dass wir alle unseren Triathlon, auch wenn es nur der Kleine war -  geschafft haben.

Erschöpfungzustand

Hört sich vielleicht blöd an, aber richtig anstrengend fand ich es nicht. Anders ausgedrückt - ich hatte es mir schlimmer vorgestellt und 2:30 Stunden als mein persönliches Ziel gesetzt. Ist halt die Sprintdistanz für Jedermänner. Den Muskelkater werde ich vermutlich morgen spüren.

Ein Lob für die Organisation

Der gesamte Ablauf dieser Veranstaltung war perfekt geplant. Man wusste jederzeit, was man zu tun oder zu lassen hatte. Die Streckenposten und Helfer haben immer rechtzeitig die richtigen Zeichen gegeben. Das Gedränge war nicht zu groß, Wartezeiten gering, Abgabe und Abholung der Starterbeutel sozusagen im Vorübergehen zu erledigen.

Medaille und Zeiten

Seitdem ich mir die Medaille mit den einzelnen Zeiten abholte, weiß ich warum, warum der erste Triathlon nicht der letzte bleibt. Irgendwie sagt man sich, da geht doch noch mehr.

Ok - bei meinen Zeit sowieso ;)

Dalilas Zeiten vom Dextro Energy Triathlon 2011

Total: 01.52.16

  • Schwimmen  00:15:31
  • Bike 00:48:56
  • Run 00:33.24

Das war der erste Eindrucksbericht nach dem ersten absolvierten Triathlon. Nächstes Jahr ist unser Team sicher wieder dabei.

Letztes Lauftraining vor dem Dextro Energy Triathlon am 16. und 17. Juli in Hamburg absolviert.

Gesundheitsprogramm absolviert

Über meinen Arbeitgeber wurde ambitionierten, und auch weniger ambitionierten  (hüstel) Mitarbeitern, das Angebot gemacht, mit Hilfe eines Personal Trainers für die Jedermann-Strecke beim Dextro Energy Triathlon zu trainieren. Der Vortrag des Trainers war so mitreißend, dass ich mich seinerzeit freiwillig meldete und das Anmeldeformular unterschrieb.

Einen Tag später fühlte ich mich schon wie nach einer Butterfahrt, mit drei überflüssigen Wolldecken und einem Heizlüfter mehr im Haushalt.

Ich las noch einmal, was ich da unterschrieben hatte:

  • Schwimmen - 500 m - kein Problem in der Alsterschwimmhalle - aber in der Alster?
  • 22 KM mit dem Fahrrad - wirklich kein Problem. Nach drei Jahren bei fast jedem Wetter täglich mind. 10 KM unterwegs - keine Herausforderung.
  • Das Laufen - 5 KM. Angesicht der Erkenntnis, dass ich bereits nach 100 Sprint nach einem Beatmungsgerät flehe, war das ein guter Test, ob das zu steigern sei.

Wir erhielten ein professionelles Schwimmtraining mit einer Schwimmtechnik namens “Total Immersion Swimming” - total spannend. Wenn ich es nach dem Workshop noch regelmäßig weiter geübt hätte, würde ich die 500 m vermutlich wirklich wie ein Fisch durchs Wasser gleiten. In Realität seitdem nur noch einmal ins Wasser gegangen - gemerkt, dass Kraulen - ob mit oder ohne Immersion - nicht so meins - und Schwimmen in der Alster vermutlich mein persönlicher  Alptraum sein wird.

Aber diese Total Immersion Swimming sieht einfach total cool aus:

Laufen. Regelmäßig Dienstags mit den Kollegen mehr oder weniger um und an der Alster getrabt, mit einigen Technikübungen und viel Spaß auch bei Sturm, Windböen und was man sonst noch im Frühjahr und Sommer in Hamburg erleben kann. Zumindest eine Stunde am Stück schaffe ich es jetzt zu laufen. Wohlgemerkt - die 5 KM - ohne Schwimmen und Radfahren sind ok.

Dass sämtliche Tipps und Tricks gegen Seitenstiche nichts nutzen macht nichts. Ignorieren hilft und nächstes Mal werde ich den Rat von Alex (unserem Trainer) befolgen, doch etwas mehr Stabi-Übungen zu machen. Um zu wissen, was das ist, hätte ich vielleicht die Trainingspläne auch mal lesen sollen. Alex - falls du das hier liest - nächstes Jahr trainiere ich wirklich, falls ich das Alsterschwimmen überlebe ;)

Fahrrad fahren

Wir kamen auch in den Genuss eine Fahrradworkshops, der von einem Gastredner durchgeführt wurde. Wir lernten viel über Windschattenfahren - schade nur - dass wir am Samstag auf keinen Fall in den Windschatten dürfen - sondern 10 m Abstand vom Vordermann halten sollen - um es professioneller auszudrücken, außerhalb der Windbox fahren. Wenn mir noch jemand erklärt, woran ich den Unterschied zwischen sieben und acht Metern erkenne … Egal, wenn man schnell genug fährt und nur 15 Sekunden zum Überholen braucht - ist es auch gut.

Die Fahrradstrecke habe ich am Sonntag schon ausprobiert, bin gespannt, wie es ist, die Strecke ohne rote Ampeln zu fahren.

Unser Team startet um 9:32 Uhr - ihr könnt ja mal winken - unter einer der blauen Badekappen stecke ich.

Obwohl oder gerade weil Alex mir heute an den Kopf warf, ich sei die einzige aus dem Team, die vermutlich nicht am Start erscheinen wird, da ich die Einzige sei, die bis zum Schluss lautstark über die Kälte des Alsterwassers gejammert habe - werde ich in diesen Brackwasser-Tümpel namens Alster steigen und versuchen, nicht daran zu denken, dass dort noch irgendwo ein herrenloser Schädel  herumliegen muss … jetzt erst recht.

Wer auf der Suche nach einem Personal Trainer ist - Alex kann man kaufen ;)

www.alexanderschuett.com

Alle Infos zum Triathlon - auch welche Straßen am Wochenende gesperrt sind:

www.hamburg-triathlon.org

Sonntagsausflug: Triathlon-Jedermann-Sprintdistanz fürs Fahrrad getestet

Am 16. Juli 2011starte ich meinen ersten - und wahrscheinlich auch letzten Triathlon, den Hamburg  ”Dextro Energy Triathlon ITU World Championship Hamburg 2011“. Heute im abendlichen Straßenverkehr die Fahrradstrecke ausprobiert. In der Zeit, die ich für diese Strecke brauche, sind die Schnellsten schon mit Schwimmen, Rad fahren und Laufen schon durch ;)

Umweltstadt Hamburg: Stadtautos statt Busse für die Generation Car2Go

Es gab da mal ein Konzept, von dem war und bin ich noch begeistert. Das Stadtrad in Hamburg. Man kommt schnell von A nach B und nach dem “Relaunch” des Anmelde- und Abgabeprocederes wird es sicher von Einwohnern und Besuchern der Stadt weiterhin fleißig genutzt werden - hoffentlich. fahrrad.png

stadtrad.hamburg.de/

Vor einigen Monaten fand ich die ersten Ankündigung für ein ähnliches Konzept - nur nicht mit Fahrrädern, sondern mit Autos.

  • Einfach registrieren, irgendwo abholen und irgendwo auch wieder abgeben.
  • Minutengenaue Abrechnung, man muss nicht tanken, keine Verträge abschließen.

Also auch perfekt, wenn man von A nach B will - nur mit mehr Auto.

Super, denk ich. Dann könnte ich doch tatsächlich mal für ein paar Stunden ein Auto leihen um damit Sachen zu erledigen, die mit dem Fahrrad oder dem Bus  schwierig zu transportieren sind. Dieser Zahn wurde mir relativ früh gezogen, denn die Stadtautos sind Smarts.

Egal - gut für die Umwelt soll es sein - und besser für alle - sagt zumindest Car2Go.

Womit ich Verständnisschwierigkeiten habe:

Car2Go sagt: “Ich werde unabhängiger von meinem Auto und lasse es öfter zu Hause stehen”.*???

Zielgruppe: Autobesitzer 

Ich habe also bereits ein Auto, lasse es stehen, leihe mir einen Smart, der zugegebenermaßen tolle C02-Emissionen (97 g/km) hat,  und dazu noch mit einem Solardach die Telematik mit Strom versorgt.Wahnsinn.

Fahre mit diesem Auto in die Stadt, lasse es dort irgendwo stehen. Für den Rückweg nehme mir wieder ein Car2Go, fahre nach Hause und stelle es neben meinem dort schon parkenden Auto ab.

Für Leute, die sonst mit ihrer Familie in einem Auto in die Stadt fahren, vermutlich nicht so spannend.

Woher die “Entlastung des Verkehrs in der Stadt” kommen soll, nur weil ich mit einem anderen Auto als meinem in die Stadt fahre, kann ich auf den ersten Blick nicht erkennen.

*Quelle: http://welcome.car2go.com/hamburg/de/konzept/umwelt/index.html

bussestadt1.pngZielgruppe: Benutzer von Bussen und Bahnen

Man hat kein Auto aus unterschiedlichen Gründen; kein Geld, kein Parkplatz, Umweltaspekte. Man ist damit ganz gut damit gefahren; ab und zu für Einkäufe einen klassischen Leihwagen gemietet oder von Freunden ein Auto geliehen.  Bin sardinenmäßig zur Stoßzeit mit unterschiedlich gelaunten Leuten Bus oder Bahn gefahren. Das begeistert den einen mehr, den anderen weniger.

  • Kandidat für einen  begeisterten Car2Go-Fahrer - entlaste den Bus um einen besetzten Stehplatz.

Womit entlaste ich den Verkehr in der Stadt?

Oder wie soll ich den Satz auf der Startseite der Car2Go sonst deuten:

“[…] Fragen wie “Wann kommt eigentlich der nächste Bus?” […]” gehören der Vergangenheit an.”

*Quelle:  http://welcome.car2go.com/hamburg/de/index.html 

Zielgruppe: Die “Immer-Autofahrer”

Fahrrad fahren ist so öko, Busse haben Verspätung, Bahnfahrer sind prollig. Das großesAuto ist zu groß, um schnell mal im Schanzenviertel einen Parkplatz zu bekommen, und immer kann man ja nicht in der 2. oder 3. Reihe mit dem SUV stehen. Der Zweitwagen ist gerade in der Werkstatt. Also schnell mal vom Kiez in den Smart gesprungen und irgendwo abstellen. Das geht mit dem Smart doch prima.

Ich freu mich jetzt schon auf die quergestellten Smarts im Viertel.

Aber liebe “Immer-Autofahrer” - dran denken: beim Car2Go gilt die 0-Promillegrenze, Drogen gehen natürlich auch nicht, das Auto soll nur zum Fahren verwendet werden und mehr als einen Mitfahrer darf man auch nicht haben.

*Quelle: http://welcome.car2go.com/hamburg/de/car2go-mietbedingungen/

Und zum Schluss noch ein Satz, den man mir gern erklären darf:

“Durch Car2Go wird das Verkehrsvolumen der Hansestadt effizienter, schneller und mit weniger Fahrzeugen bewegt. Der Verkehr in der Innenstadt wird entlastet […]”

automehrplatz.pngWäre das nicht der Promotion-Satz für die Nutzung von Straßenbahnen oder Fahrrädern - oder wenigstens Autos, in denen mehr als zwei Personen Platz haben?

Fazit:

Eigentlich ist dieses Car2Go-Konzept eine Kampagne gegen Taxis und den Öffentlichen Nahverkehr.

  • Diejenigen, die sich kein eigenes Auto leisten können, werden mehr Auto fahren.
  • Diejenigen, die etwas größeres als einen Smart brauchen, werden sich nicht vom Autokauf abhalten lassen.
  • StattTaxi dann halt Stadtauto
  • Statt teurer Monatskarte lieber regelmäßig mit dem Auto in die Stadt

Auch wenn ich heute etwas schimpfe, dem Grunde nach könnte mich auch dieses Konzept begeistern:

  • Wenn sich wirklich Leute entschließen würden, ihre vorhandenen Autos zu verschrotten und zukünftig nur noch Car2Go fahren  - super!
  • Und wenn nicht  auf der Startseite der Car2Go das “Nicht mehr warten müssen auf den Bus” als Argument für den Smart genutzt werden würde, hätte ich vermutlich kein Wort darüber verloren. Das passt einfach nicht zum “Gut für die Umwelt und besser für alle”. 

Was Nettes zum Schluss:
Die Nutzung eines car2go kostet 29 Cent pro Minute und maximal 14,90 Euro pro Stunde „all inclusive“: also einschließlich Kosten für Kraftstoff, Versicherung, Steuern und Parken.*

Quelle:  http://welcome.car2go.com/hamburg/de/hilfe/faq/index.html

Noch bis zum 21. Dezember: Flora-Bleibt-Festspielwoche im Schanzenviertel und Umgebung

Eine Rote Flora, mindestens drei Meinungen:

Altona.Info bewirbt die Initiative “Ich würd’s so lassen”: Flora-Bleibt-Festwoche noch bis zum 21. Dezember 2010

Das Hamburger Abendblatt wägt ab: (Die Postkarte von der Flora um 1910 finde ich grandios)
Hamburg Schanze - Schulter an Schulterblatt mit der Roten Flora - Kultur & Live - Hamburger Abendblatt

Zum Programm der Flora-Bleibt-Festspielwoche und zum Manifest zum unterzeichnen geht es hier lang:
Ich würd’s so lassen! Die Flora-Bleibt-Festspielwoche